Seraphina


Ein Trip in eine andere Stadt, ein paar Tage, in denen der Nachbar Gnä Frau versorgt.
Das eine Mal, das zu viel war.
Der Gedanke, dass das so nicht geht, das ich es ändern muss, das Gnä Frau so viel Einsamkeit bestimmt nicht mag und das es sicherlich nicht am Platz oder an den Möglichkeiten scheitert.
Die Entscheidung war schon vor diesen Gedanken gefallen, der Prozess nur Makulatur.

Die Suche war kurz, eine lächerliche Anzeige aus einem nahen Ort, die so verkehrt, so erbärmlich war, wie das Foto selbst.

Anzeige

Die Kontaktaufnahme, kurz, freundlich aber doch irgendwie befremdlich und dann, einige Tage später, an einem Freitag, der kurze Trip, der Besuch, die schon längst gefallene Entscheidung, der kleine Katzenkorb und der letzte Blick zurück in das oberste Stockwerk; da standen sie, traurig und winkten und weg waren wir.

Nächster Zwischenstopp Tierarzt, unbesehen wollte ich sie nicht mit nach Hause nehmen, aber auch das war bis auf eine prägende Kleinigkeit ein Formalismus.
Einen Namen, den brauchte sie, für den Pass, die Unterlagen, um ganz zu werden.
Ein Blick in ihre Augen, die grünen, ängstlichen Augen und Seraphina war es und ist es.

Ruhe

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11 Kommentare zu “Seraphina”

    1. Wikipedia weiß nichts darüber, aber als Gedanke ist das ein Schöner.
      Sie war und ist auch die einzige Katze, die sich gelegentlich mal neben den Buddha setzt.
      Sie mag gute Gesellschaft..

      Keine Ahnung, wie sie es schafft, da hoch zu kommen, aber wozu ist sie Katze…

      1. Interessant und sehr passend ihr Verhalten dann.
        Das Leben mit einer Katze. Ich vermisse es. Hund ist ebenso wunderbar, wenn auch eben ein anderes Zusammenleben als mit einem eigenständigen, selbst bestimmten Pfotentier.

      2. Tier generell ist gut, selbst ein Axolotl kann einem noch ein Lächeln aufs Gesicht zaubern (die sowieso…) Es ist schön, jemanden um sich zu haben, der einen bedingungslos mag (und zumindest bei Katzen) auch bedingungslos verachtet… I like it 🙂

  1. Lieber Herr Kess,

    Seraphina musste dringend aus dieser Wüste von Stahlrohrmöbeln und Fertiglaminat befreit werden. Ob sie in ihrem alten Zuhause wohl auch mal raus durfte? Die Anzeige ist wirklich sehr trivial und trist für die wundervolle Katzendame. Freue mich für Seraphina, für Gnä Frau und auch für Sie und wünsche Ihnen einen tollen Herbst, in dem man sich die milde Sonne genüsslich auf den Pelz scheinen lassen kann. Mein Kater König Ludwig und ich hoffen auf weitere Abenteuer der beiden Damen, wie sie sich kennen gelernt haben, ob sie sich prima verstehen und ob sie ihr Service-Personal gut im Griff haben.

    Herzliche Grüße

    M. Müller und König Ludwig

  2. Berichten Sie, Herr Kess, berichten Sie, vom blauen und vom grünen Augenpaar, das Ihnen aufmerksam durchs Leben folgt. Der blaupelzige König der Chiemseegegend und seine dienstbare Wenigkeit haben viel Freude an Ihren knappen, aber oh so treffenden Skizzen, die wir uns dann in bunten Farben ausmalen. Wir hoffen und warten!

  3. Servus!!!

    LONG TIME━━(*゚Д゚)从(゚Д゚*)━━NO SEE!!!!
    Wie hab ich es vermisst!
    Aber bitte sagen Sie doch, wie Gnä Frau die Entscheidung ihres Menschlings aufgefasst hat? Schließlich muss sie Territorium und Menschling jetzt teilen.
    Als ich die holde Maid so anmutend dasitzen sah, wurde mich schon Angst und Bange, Hitze schoss mir in den Kopf. Anstatt erstmal zu lesen sehe ich natürlich nur diese, ja, erbärmliche Anzeige und diesen, mir meine Kehle zuschnürenden, Preis! و (ง︡’-‘︠)ง
    FÜR 80 EURO???
    AUF VERHANDLUNGSBASIS???
    UNTER KATZENZUBEHÖR??? o(-`д´- 。) ヽ

    ☝ кαηη мαℓ вιттє єιηєя ∂ιє ωєℓт αηнαℓтєη؟
    łϾH MöϾHТΞ ΛUSSТΞłGΞЛ –
    ΜIΓ IЅƬ ЅCHLΣCHƬ! ( °٢° )

    Mitlerweile ist nach Ihrem Eintrag ja schon etwas Zeit ins Land gegeangen und ich hoffe die beiden ♛ฺDivas / ♔Diven ( ? (๑→ܫ←)ノ)
    schnurren nun mit vereinter „Frauenpower“ ღ !?!

    Schön, mal wieder was von Ihnen gelesen zu haben!
    Bin gespannt wie es weiter geht!!! (✿◠‿◠)

    1. Die beiden sind gut füreinander. Das auf jeden Fall. Da habe ich mal was richtig gemacht…Es über Wochen ausgedehnt, sie zusammen zu bringen und so lief es ohne Ärger ab. Es ist schön, zu sehen, das es beiden gut tut und die Abende sind immer schön, wenn eine links und eine rechts auf dem Sofa noch ein wenig Platz für mich in der Mitte lässt. Die kleine Seraphina ist noch immer eher verhuscht, aber nicht bei und mit mir aber jedem anderen..
      Und nein, die Welt kann man nicht anhalten.. So ist der Lauf….

      Danke fürs Lesen
      Oliver

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